Parque Nacional Tayrona

Der Tayrona Nationalpark befindet sich im Norden Kolumbiens an der karibischen Küste, nur wenige Kilometer von der Stadt Santa Marta entfernt.

Anreise:
Sehr günstig ist die Anreise mit Vivacolombia aber auch Avianaca bietet manchmal günstige Flüge nach Santa Marta an. Die Anfahrt per Bus ist möglich dauert aber entsprechend lange und ist vergleichsweise teuer. Von Medellin dauert die Anreise mit dem Bus etwa 16 Stunden mit dem Flugzeug hingegen sind es etwa 45 Minuten nach Santa Marta.
Von Santa Marta kann man entweder ein Taxi für 60-70.000 Pesos nehmen oder einen Bus der vom Markt an der Carerra 11 & Calle 11 abfährt. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde und die Kosten für die Busfahrt betragen 5.000 Pesos.

Vom Haupteingang läuft man entweder eine Weile oder man nimmt einen Shuttlebus für 2.000 Pesos, der einem zum eigentlichen Beginn des Parkes bringt. Wer mit dem Taxi kommt muss noch einmal 10.000 Pesos bezahlen damit das Taxi berechtigt ist bis zum Anfang des Parkes, zu fahren.

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Unser Taxi hat es gerade noch bis zum Anfang des Parkes geschafft

Unser Taxi

Eintrittskosten: Der Eintritt in Tayrona kostet für Touristen 35.000 Pesos für Einheimische sind es nur 11.000 Pesos. Empfehlenswert ist es sich vor der Reise gegen Gelbfieber zu impfen zu lassen, da gelegentlich nach einem Impfnachweis gefragt wird.

Jetzt geht’s los:
Ich empfehle euch auf jeden Fall genug Wasser dabei zu haben denn nun steht erst mal ein langer Fußmarsch an. Das tropisch warme Klima lässt den Weg doch zu einer kleinen Anstrengung werden. Für die etwas Gemütlicheren warten auch Pferde, die gegen eine geringe Gebühr vermietet werden. Vom Parkanfang bis nach Arrecifes dauert es zu Fuß etwa 1 Stunde. In Arrecifes findet sich ein kleiner Campingplatz mit einem Restaurant, wo ich bisher immer meine Verschnaufpause eingelegt habe. Sprecht doch einmal den über 30 Jahre alten Papagei mit Hola an vermutlich werdet ihr eine Antwort bekommen;) Leider ist Arrecifes kein Strand zum Schwimmen, da die Strömungen sehr stark sind. Mehrfach wird mit Schildern darauf hingewiesen, dass Schwimmen aufgrund der Gefahr zu ertrinken nicht empfohlen ist. Also leider immer noch keine Abkühlung. Es geht weiter am Strand und Fluss entlang bis hin zu unserem nächsten Ziel dabei kann man die wunderschöne Aussicht auf die Berge welche sich hinter dem Dschungel erheben genießen. Auch auf die Anwesenheit von Kaimanen wird hier hingewiesen, leider hatte ich bisher bei meinen zwei Besuchen noch nicht das Glück eines dieser Reptilien zu beobachten.

Warnung vor Kaimanen in Arrecifes

Warnung vor Kaimanen in Arrecifes

Nächster Halt la Piscina und wie der Name schon verrät, kann man sich hier endlich einwenig abkühlen. La Piscina ist ein wunderschöner Strand der im Gegenteil zu Cabo San Juan del Guia den Vorteil hat das sich hier weniger Menschen tummeln. Von La Piscina geht es weiter nach Cabo San Juan del Guia (el Cabo).

La Piscina

La Piscina

Nach etwa 2-3 bis 3 Stunden Fußmarsch erreichen wir uns vorerst letztes Ziel in Tayrona. El Cabo ist ein wunderschöner Strand und liefert eines der wohl bekanntesten Fotomotive Kolumbiena, ein Cabana was sich mittten im Meer auf einem kleinen Hügel befindet und dies wird auch für 70 Dollar pro Nacht für 2 Personen unser Schlafplatz sein. Wem eine Hängematte oder Zelt zu unbequem ist und sich hierfür entscheidet, sollte auf jeden Fall Ohrstöpsel und Taschenlampe mitnehmen. Gemietet werden kann das Cabana unter folgenden Link

http://www.viajesantamarta.com/cabanas/cab-parque-tayrona/225-08-cabana-cabo-san-juan.html

el cabo

El Cabo San Juan De Guia


Unterkunft:
Campen ist in Tayrona (mit eigenem Zelt) mit Kosten von 15,000 Peso pro Person/Nacht die wohl billigste Option unabhängig, ob man das Zelt teilt oder nicht. Das Mieten einer Hängematte kostet zwischen 15,000 und 20,000 Pesos Saison-und Location abhängig. Das Mieten eines zwei Personenzeltes kostet 50,000 Pesos jedoch sind die Zelte nicht von besonders guter Qualität. Und wie oben bereits angegeben kann man sich auch ein Cabana mieten für den Preis von 190.000 Pesos für zwei Personen.

Camping in Cabo San Juan del Guia
Essenskosten: Viele Leute sind der Meinung das Essen in Tayrona sei nicht besonders gut und teuer. Ich finde allerdings das dafür das alle Lebensmittel über lange Wege mit dem Pferd angeliefert werden müssen die Preise ziemlich o. k. sind. Dies könnte vielleicht auch daran liegen, dass ich kein Backpacker bin und nicht nach Budget lebe. Auch die Qualität des Essens ist sehr bodenständig. Wem die Restaurants zu teuer sind, findet auch Plätze wo man günstig traditionelle Snacks wie „Arepas con huevos“ oder das sehr beliebte „Pan de chocolate“ findet. Auch Säfte gibt es zu moderaten Preisen. Eine 1,5-Liter-Wasserflasche kostet 5.000 Pesos. Wer sich das Geld lieber spart, sollte am besten auf Selbstverpflegung setzen.

Wer das ewige Faulenzen an den Traumstränden Tayronas satthat sollte sich auf die Wanderpfade durch den Dschungel begeben. Wenn man Glück hat, trifft man hier Brüllaffen oder andere Affenarten sowie verschiedenste Eidechsen, Krabben und mir war es sogar vergönnt eine Boa, zu sehen.
Eine der beliebtesten Wanderrouten führt zum „Pueblito“ einem kleinen alten Dorf auf der Spitze des des Berges hinter dem Campingplatz Cabo San Juan. Es dauert etwa 2-3 stunden den Berg zu erklimmen, um dann das Dorf auf der Spitze zu finden. Das Dorf wird oft als die kleinere Variante der „Ciudad Perdida“ bezeichnet, welche von Santa Marta nach einem mehrtägigen Marsch durch den Dschungel zu erreichen ist.

El Cabo Sonnenuntergang

El Cabo Sonnenuntergang

Fazit: Tayrona ist unglaublich schön und es gibt viel zu sehen und zu erleben, leider ist der Park kein Geheimtipp mehr und es wird jedes Jahr voller im Park. Tayrona bleibt aber dennoch ein absolutes muss, wenn man nach Kolumbien reist.

Arrecifes

Arrecifes