4 Blogger beantworten Fragen zu Kolumbien

4 Blogger beantworten Fragen zu Kolumbien

Ich habe ein paar Bloggern, die entweder in Kolumbien leben, die Kolumbien mehr oder weniger lange bereist oder dort in der Vergangenheit gewohnt haben, einige Fragen gestellt.

Ich wollte gerne mal von anderen Bloggern erfahren welches denn Ihre Lieblingsziele, die schönsten Unterkünfte, das schönste ErlebnisGeheimtipps oder auch dinge, die man in Kolumbien lieber unterlassen sollte, sind.

Vielen Dank an Oliver von Kolumbienreisen.co, Anne-Kathrin von Global Journey Home, Sabine von travel-offthemaps.com und Tobias vom Friendly-Giant.com für das Beantworten der Fragen.



Oliver Schmieg von kolumbienreisen.co/reiseblog

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  1. Warum ist Kolumbien für dich unbedingt einen Besuch wert?

Meine Antwort mag zunächst etwas widersprüchlich erscheinen, da sie mit dem jahrzehntelangen Konflikt zu tun hat, einem Umstand, der ja eigentlich davon abrät nach Kolumbien zu reisen: Kolumbien war die vergangenen Jahrzehnte hindurch nahezu vollkommen von der Aussenwelt abgeschnitten, kaum jemand wollte das Land besuchen. Das hat dazu geführt, dass es heutzutage – zumindest aus meiner Sicht – das authentischste Land Lateinamerikas ist. D.h. in Kolumbien gibt es auch heute noch zahlreiche Dinge, bzw. Orte zu entdecken, die so gut wie gar nicht bekannt sind: zum Beispiel die Felsmalereien von Nuevo Tolima bei San José del Guaviare; oder die Tafelberge Cerros de Mavecure in der Orinoco-Ebene; oder die Marimba-Musiker an der Pazifikküste; oder die Menschen, die generell offen und warmherzig den ausländischen Besuchern bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit zeigen wollen, dass ihr Ruf in Europa oder den USA vollkommen zu Unrecht negativ ist; oder mehr als 80 verschiedene indigene Völker, die insgesamt 64 unterschiedliche Sprachen sprechen und ein Zeugnis von der kulturellen Vielfalt des Landes ablegen; oder, oder, oder … Die Liste liesse sich endlos fortsetzen, da es meiner Meinung nach unzählige Gründe gibt Kolumbien zu besuchen!

  1. Welches ist der für dich schönste Strand bzw. Ort, den man nicht verpassen sollte?

Um ganz ehrlich zu sein: ich bin nicht unbedingt ein Freund von Stränden. Meine Empfehlung fällt daher auf einen Ort, bzw. eine ganze Region, nämlich die Kaffeezone. Kleine Dörfer wechseln dort mit vibrierenden und modernen Städten. Tradition und Fortschritt geben sich in der Gegend die Hand: Während man tagsüber auf abgelegenen Kaffeefincas zusehen kann, wie die Menschen auch heute noch gemäss jahrhundertealter Traditionen per Hand Kaffeekirschen ernten, kann man nachmittags oder abends in Pereiras Ausgehmeile La Circunvalar in hervorragenden Restaurants zum Essen gehen, die denen in Bogotá oder Medellin in nichts nachstehen. Und dazu kommen dann noch die Menschen, die zwischen Manizales und Armenia ganz besonders freundlich, offen, humorvoll und warmherzig sind. Einladungen von Einheimischen sind an der Tagesordnung. Oder fragt man zum Beispiel irgendwo nach dem Weg, dann ist es vollkommen normal, dass der Befragte den Besucher selbst zu seinem Ziel begleitet, um sicherzustellen, dass er wohlbehalten ankommt.

  1. Was ist dein persönlicher Kolumbien-Geheimtipp?

Ohne jeden Zweifel: der Nationalpark Serranía de Chiribiquete. Die Region, die von bis zu 1000 Meter hohen Tafelbergen geprägt ist, gehört bis heute zu den unerschlossensten und unbekanntesten Gegenden weltweit. Zur einzigartigen Natur, die alleine schon ein Grund für eine Reise ist, kommen ausserdem noch hunderte, wenn nicht tausende, Felsmalereien, deren Ursprung bis heute nahezu unerforscht ist.

  1. Welches Gericht muss man in Kolumbien unbedingt probieren?

Meine Frau kommt aus der Provinz Tolima, insofern fällt meine kulinarische Empfehlung auf ein Gericht, das typisch für diese Region ist: Lechona.

  1. Dein schönstes Erlebnis?

Ich bin stolzer Vater einer 15-jährigen Tochter, die in Bogotá zur Welt kam. Meine Antwort auf deine Frage ist daher ziemlich einfach: Die Geburt meiner Tochter Sarah Maria!

  1. Die beste Unterkunft?

Eine Hängematte unter sternenklarem Himmel am Wasserfall Jacameya, der im Amazonasbecken am Mesay-Fluss liegt.

  1. Das leckerste Essen?

Chicharrón mit Avocado und Papa Criolla.

  1. Die genialste Tierbegegnung?

Vor Jahren im Nationalpark Chiribiquete: Wir sind den Mesay-Fluss hochgefahren und unmittelbar vor unserem Kanu hat eine Tapir-Familie den Fluss durchquert. Die Tiere haben sich anschliessend am Ufer gesammelt, wohin auch wir unser Boot treiben liessen. Eigentlich dachte ich, sie würden sofort scheu im dichten Urwald verschwinden. Statt dessen blieben sie aber minutenlang nur zwei Meter von uns entfernt stehen und haben uns neugierig gemustert. Die Region ist selbst im 21. Jahrhundert noch vollkommen unbesiedelt und ich denke daher, dass diese Tiere vorher noch nie einen Menschen zu Gesicht bekommen haben. Sie haben uns ganz einfach nicht als Gefahr wahrgenommen, derart unberührt ist auch heute noch die Natur in dieser Gegend.

  1. Typisch Kolumbien?

Die Lebensfreude der Menschen und die unbeschreibliche Vielfalt in Hinsicht auf Flora und Fauna des Landes.

  1. Salsa oder Reggaeton?

Auch hier, ohne jeden Zweifel: Salsa!

  1. Das sollte man lieber lassen:

Es ist kein Geheimnis, dass es auch heutzutage noch Drogenhandel in Kolumbien gibt. Anders als in Mexiko jedoch, wo das organisierte Verbrechen jederzeit auch unbehelligte Menschen treffen kann, gehen kolumbianische Drogengangs ausgesprochen dezent vor. Sie würden sich ganz bestimmt nicht unnötig mit Touristen involvieren, da sie weder national, noch international Aufmerksamkeit erregen wollen. Ich würde allerdings trotzdem von Reisen in Gebiete abraten, in denen Kokain, Marihuana oder Heroin produziert wird. Allerdings sind diese Gegenden zwischenzeitlich ohnehin stark reduziert und derart abgelegen, dass der normale Tourist sicher nicht Gefahr läuft zufällig oder gar unabsichtlich dorthin zu geraten. Davon abgesehen, sehe ich jedoch in Kolumbien keine Gefahr, die sich nicht mit gesundem Menschenverstand vermeiden liesse. Eine Reise nach Kolumbien stellt aus meiner Sicht daher heutzutage kein grösseres Risiko dar, als ein Aufenthalt in anderen Ländern Lateinamerikas.

  1. Welches Abenteuer darf man nicht verpassen?

Eine paar Tage auf einer Rinderfarm in den östlichen Llanos. Dort gibt es auch heute noch riesige Farmen mit 20.000 bis 30.000 Tieren, die frei auf nahezu uneingezäunten Ländereien leben. Wer die Vaqueros de los Llanos – weltweit die letzten Cowboys, die es heutzutage noch gibt – ein paar Tage bei ihrer Arbeit begleiten darf, der wird die gewonnen Eindrücke ein Leben lang nicht vergessen. Tagelang reiten die Llaneros durch extrem einsame und abgelegene Ebenen und übernachten am Lagerfeuer, während sie die Rinderherden zählen oder die Tiere von einem Ort zum anderen zu treiben. Das Leben in den Llanos kann unglaublich frei sein, uneingeschränkt von irgendwelchen Zwängen des Alltags. Gleichzeitig ist es aber auch geprägt von zahlreichen Entbehrungen und einem ungeheuren Willen alte Traditionen nicht nur zu pflegen, sondern sie auch ins moderne Leben des 21. Jahrhunderts zu integrieren. Wer die natürliche und kulturelle Vielfalt Kolumbiens auch nur ansatzweise verstehen möchte, der darf auf keinen Fall einen Besuch in den Llanos versäumen.

  1. Arepa ja oder Arepa nein?

Arepa vielleicht – nämlich nur dann, wenn er mit einer leckeren Fleischsosse obenauf zubereitet wird.

  1. Dein ultimativer Kolumbien Tipp, den du noch nicht genannt hast?

Mein ultimativer Kolumbien-Tipp ändert sich regelmässig. Im Moment jedoch würde ich eine Reise entlang des Orinoco-Flusses vorschlagen. Von Puerto Carreño bis nach Puerto Inírida, mit einem Besuch des Nationalparks El Tuparro und der Tafelberge Cerros de Mavecure. Die Beobachtung rosaroter Flussdelfine gehört sicher zu den beeindruckendsten Erlebnissen, die man sich auf einer Reise wünschen kann. Und die Stromschnellen von Maipures, die zum Nationalpark El Tuparro gehören, wurden bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Alexander von Humboldt als das achte Weltwunder bezeichnet. Insgesamt benötigt man für die Reise rund eine Woche. Die Erfahrungen und die Erlebnisse jedoch, die man während der Tour machen kann, werden einen sicher den Rest des Lebens begleiten.

Schaut doch auch mal beim Oliver auf Facebook vorbei!

Anne-Kathrin von globaljourneyhome.com

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       1.Warum is Kolumbien für dich unbedingt einen Besuch wert?

Die Vielfalt der Landschalten und Kulturen innerhalb des Landes sind einfach einmalig. Ob  Meer,   Berge, Wüste – es gibt einfach alles.

  1. Welches ist der für dich schönste Strand bzw. Ort, den man nicht verpassen sollte?

Die schönsten Strände sind im Tayrona National Park. Dort muss mal leider Eintritt als Ausländer 42.000 kolumbianische Pesos (Stand 2016) zahlen, aber es lohnt sich eine Nacht dort zum Campen und unterschiedliche Strände zu erkunden.

  1. Was ist dein persönlicher Kolumbien-Geheimtipp?

Jardín, ein traumhaftes Dorf in Antioquia mit wunderschönen Dorfkern und tollen Wandermöglichkeiten zu Wasserfällen. Wer Lust auf mehr Abenteuer steht, kann dort Paragliding und Absailing ausprobieren.

  1. Welches Gericht muss man in Kolumbien unbedingt probieren?

Eine Spezialität an der Küste – fangfrischer Fisch mit Kokusreis, Limette und Patacon (frittierter Kochbanane)

  1. Dein schönstes Erlebnis?

Eins davon sicherlich Abseiling in Jardín. Irgendwie konnte ich meine Angst überwinden, und hangelte mich neben einen Wasserfall 40 Meter nach unten.

  1. Die beste Unterkunft:

Casa Amarilla in Jardin, Antioquia. Oder Florentina Hostel -kleines, gemütliches Hostel in Medellin, dass erst kürzlich eröffnet wurde.

  1. Das leckerste Essen?

Wer auf supersüße Nachspeisen steht, sollte mal Arequipe probieren. In andern Ländern auch als Dulce de Leche bekommt- süßer Aufstrich, den er so pur, auf Obleas oder in gebackenen Teilchen gibt.

  1. Die genialste Tierbegegnung?

Auf der Wanderung zum „Pueblito“, einem indigenen Dorf im Tayrona National Park, konnte ich Äffchen in den Bäumen beobachten, wie sie von Ast zu Ast sprangen. Einmalig.

  1. Typisch Kolumbien?

Vallenato! – Kolumbiansche Folklore mit Akkordon. Sonntags dröhnt die Musik aus sämtlichen Lautsprechern auf den Straßen, keine Chance zu entkommen 😉

  1. Salsa oder Reggaeton?

Salsa – Cali ist der Ort schlechthin dafür. Es werden auch überall in der Stadt und sogar in Hostels Salsakurse für Anfänger angeboten. Einfach mitmachen und sich trauen.

  1. Das sollte man lieber lassen:

Drogentourismus. Einige Reisende denken fälschlicherweise, dass es keine Konzequenzen gäbe, wenn sie Kokain nehmen, nur weil sie in Kolumbien sind.

  1. Welches Abenteuer darf man nicht verpassen?

Kolumbien an sich ist ein Abenteuer.

  1. Arepa ja oder Arepa nein?

Ja – und diese sind je nach Region höchst unterschiedlich. Mein Highlight sind Arepas de Chocolo mit Käse.

  1. Dein ultimativer Kolumbien Tipp, den du noch nicht genannt hast?

Santa Marta. Super freundliche Leute, nette Altstadt mit tollen Cafés und Bars und guter Ausgangspunkt für Trips zum Tayrona Park, Minca oder Cuidad Perdida.

 

Schaut auch auf Anne-Kathrins Facebook vorbei und liked kräftig!

 

Sabine von travel-offthemaps.com

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  1. Warum ist Kolumbien für dich unbedingt einen Besuch wert?

Oh, da fallen uns 1000 Gründe ein! Einer der wichtigsten sind die Kolumbianer – sie sind
enorm freundlich und hilfsbereit und machen es dir sehr leicht ihr Land zu mögen! Auch
landschaftlich und kulturell überzeugt Kolumbien – wo sonst lassen sich karibische
Traumstrände, hübsche Kolonialstädte, archäologische Besonderheiten, dichter
Dschungel, eine Kaffeezone und gar eine Wüste entdecken?!

  1. Welches ist der für dich schönste Strand bzw. Ort, den man nicht verpassen sollte?

Strand: Das ist die Playa Los Angeles, in der Nähe vom Tyrona NP. Der Strand ist lang
und einsam, die Wellen wild und die Sonnenaufgänge sind besonders schön!
Ort: Die Kleinstadt Barichara. Ein wunderhübsches, in sanfte Hügelzüge eingebettetes
Juwel, mit ganz viel Gemütlichkeit.

  1. Was ist dein persönlicher Kolumbien-Geheimtipp?

Falls du noch kein Spanisch sprichst, nimm ein paar Stunden bei Marcia in Salento
(https://www.facebook.com/spanishhomesalento)! Sie vermittelt ihr Wissen mit viel
Freude und ermöglicht dir einen Blick hinter die Kulissen. Sprichst du auch nur ein wenig
Spanisch, stehen dir gleich viel mehr Türen offen.

  1. Welches Gericht muss man in Kolumbien unbedingt probieren?

In Kolumbien musst du natürlich Kaffee trinken! Leider ist der Kaffee nicht überall gut,
aber es lohnt sich, zu suchen und auszuprobieren.
Den besten Kaffee gibt es unserer Meinung nach bei William (siehe nächste Frage) im
Café Pergamino in Medellin und im Café Jésus Martin in
Salento.

  1. Dein schönstes Erlebnis?

Per Zufall landen wir auf der Finca Zuansinca und lernen William kennen. Er stellt in viel
Arbeit Organic-Kaffee in Kleinstmengen, aber höchster Qualität her. Wir können alle
Arbeitsschritte beobachten, ihm Fragen stellen und sogar helfen die roten Beeren in den
steilen Hängen abzulesen. Ein spontanes und unvergessliches Erlebnis, an das wir bei
jeder Tasse Kaffee denken.

  1. Die beste Unterkunft?

Da können wir uns kaum entscheiden… Einige Hostels haben sich zu „Colombian
Hostels“ zusammengeschlossen – sie bieten einen
perfekten Service und es gibt ein paar Perlen zu entdecken. Besonders toll finden wir:

  1. Die genialste Tierbegegnung?

Da müssen wir leider passen. Tiere sind wohl am ehesten im Amazonas-Gebiet zu sehen
und dort waren wir leider (noch) nicht. Im Rest des Landes haben wir nicht so viele Tiere
gesehen, abgesehen von wunderschönen Kolibris und anderen farbigen Vögeln.

  1. Typisch Kolumbien?

Immer wieder werden wir von den Landesbewohnern gefragt, wie uns Kolumbien gefällt,
von wo wir kommen und was unsere Pläne sind. Immer wieder wird uns Hilfe angeboten.
Mehr als einmal fährt uns jemand mit seinem Roller voraus, damit wir den Weg finden.
Diese Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft, gepaart mit Gastfreundschaft und Stolz auf das
eigene Land sind für uns typisch Kolumbien.

  1. Salsa oder Reggaeton?

Reggaeton!

  1. Das sollte man lieber lassen:

Noch immer gibt es ein paar Regionen, die für Touristen tabu sind. Informiere vor deiner
Reise beim Auswärtigen Amt und meide insbesondere die Grenzregionen.

  1. Welches Abenteuer darf man nicht verpassen?

Das „Trampolin de la muerte“ ist ein echtes Abenteuer! Das „Todestrampolin“ ist eine
Kiesstrasse, die sich in vielen Kurven senkrechten Abgründen entlang schlängelt. Du
weisst nie, was dich erwartet, wenn du um die Kurve biegst… Wenn du die Strasse nicht
selber fährst, brauchst du viel Vertrauen in den Busfahrer, denn die Strasse trägt den
Namen nicht nur so…

  1. Dein Lieblingspueblo

Barichara! Knapp vor Villa de Leyva.
Cartagena und Medellin gehören auch zu unseren Lieblingen, lassen sich aber wohl
kaum als „Pueblos“ bezeichnen;)

  1. Arepa ja oder Arepa nein?

Ja, unbedingt! Aber nicht zu oft, dann verleiden sie.

Die Sabine und ihr Freund haben Kolumbien mit dem Auto bereist. Hier schon mal ein kleiner Auszug wie es so ist mit dem Auto durch Kolumbien zureisen. Für mehr Informationen schaut doch auf ihrem Blog vorbei.

Kolumbien mit dem Auto

Kolumbien mit dem Auto

Wir sind in Kolumbien mit dem eigenen Auto unterwegs. Auch dafür ist Kolumbien gut
geeignet. Die Sicherheitslage hat sich in den letzten Jahren verbessert, die meisten
Strassen sind gut befahrbar und doch kommt das Abenteuer nicht zu kurz. Dank
Fahrzeug kommst du auch an abgelegenere Orte, kannst in die wunderbaren
Landschaften eintauchen und stehst in engem Kontakt mit der Bevölkerung.

Einige Hinweise:

Strassen

Der Strassenzustand der Hauptverkehrsrouten ist gut, die weniger befahrenen Strassen
sind abenteuerlich und man weiss nie, was einen erwartet. Sie können mit Schlaglöchern
durchsetzt oder verschüttet sein, oder auch mal durch kleinere Flüsse führen. Da drei
hohe Gebirgszüge das Land durchschneiden, braucht es viel Zeit um vorwärts zu
kommen. Manchmal nehmen die Kurven kein Ende. Für die Tagesetappen am besten
genug Zeit einplanen.

An den Fahrstil der Kolumbianer muss man sich gewöhnen (es wird an den
unmöglichsten Stellen überholt) und fährt selbst am besten so defensiv wie möglich.

Sicherheit

Die Sicherheit hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert und die touristischen
Routen sind auch auf eigene Faust gut zu bereisen.

Auf Nachtfahrten sollte verzichtet werden und in den Grossstädten gelten die üblichen
Vorsichtsmassnahmen.

Von Aufenthalten in den Grenzregionen, insbesondere zu Venezuela, Ecuador, Peru und
Panamá wird abgeraten. Informiere dich vor deinem geplanten Besuch am besten beim
Amt für auswärtige Angelegenheiten und behalte aktuelle Entwicklungen im Auge.

Mehr Infos: http://travel-offthemaps.com/on-the-road-in-kolumbien-2815-km-durchein-wunderschoenes-land

Travel-offthemaps

Von Mai 2014 bis Juni 2016 sind wir mit Zora, unserem Toyota LandCruiser von Nordnach
Südamerika unterwegs. Wir fahren fast 100’000 km durch die verschiedensten
Klima- und Landschaftsformen. Kolumbien ist für uns eines, von vielen Highlights.
Zurzeit sind wir in Asien und unser Fahrzeug macht etwas Pause in Uruguay. Irgendwann
geht’s irgendwo gemeinsam weiter.
Auf unserem Blog lassen wir dich an unseren Erfahrungen teilhaben, machen Roadtrips,
Outdoor-Erlebnisse und Genuss zum Thema.

www.travel-offthemaps.com
https://www.facebook.com/offthemaps.ch
https://www.instagram.com/offthemaps

Tobias vom friendly-giant.com

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  1. Warum is Kolumbien für dich unbedingt einen Besuch wert?
Es lohnt sich in jedem Fall Kolumbien zu besuchen. Hohe Berge, wilder Dschungel, trockene Wüsten, einsame Strände oder lebendige Städte, egal was man sucht, hier wird man fündig. Hinzu kommen die offenen, fröhlichen und hilfsbereiten Menschen.
  1. Welches ist der für dich schönste Strand bzw. Ort, den man nicht verpassen sollte?
 Man sollte unbedingt über Riohacha hinaus bis nach Punta Gallinas fahren, um die Einsamkeit und Schönheit der Halbinsel La Guajira kennenzulernen.
  1. Was ist dein persönlicher Kolumbien-Geheimtipp?
Mein persönlicher Geheimtipp ist ein einsames Hostel am Strand zwischen Santa Marta und Cartagena. Auf der Straße kurz nach dem Eingang in den Tayrona Park findet man den Abzweig Richtung Costeño Beach Hostel.
  1. Welches Gericht muss man in Kolumbien unbedingt probieren?
Kulinarisch ist Kolumbien in meinen Augen nicht wirklich vielseitig. Aber das „Chuzo Desgranado“, besonders an den Straßenständen in Barranquilla ist eine unglaublich leckere Perversion aus gebratenem Fleisch, Queso Costeño, Gemüse und Soße, ganz viel Soße.
  1. Dein schönstes Erlebnis?
Der Carnaval in Barranquilla ist eine riesige, verrückte Party, die die Stadt über zwei Wochen im Griff hat. Wer die Möglichkeit hat, sich in die Menschenmassen zu stürzen sollte das tun, ohne Kompromisse!
  1. Die beste Unterkunft?
Am besten hat es mir persönlich in Villa del Leyva gefallen. Das Renacer Guesthouse ist einer der Orte, an denen die Seele so richtig baumeln kann und alle Sorgen irgendwie weit weg erscheinen.
  1. Das leckerste Essen?
 Chuzo Desgranado, da mache ich keine Kompromisse.
  1. Die genialste Tierbegegnung?
 Im Tayrona Nationalpark laufen einem immer wieder Äffchen und kleine Tapirschweichen über den Weg.
  1. Typisch Kolumbien?
 Hoffnungslos verstopfte Straßen in der Rushhour. Besonders angenehm ist es an der karibischen Küste und auf dem Heimweg von der Uni bei über 30 Grad, eigeklemmt zwischen anderen Fahrgästen, zu stehen. Atemnot und Platzangst sind eigentlich immer inklusive.
  1. Salsa oder Reggaeton?
Reggaeton als Musik zu beszeichnen ist eine Beleidigung der Kunstform. Künstlerisch ist er irgendwo ganz unten angesiedlet, kennt keine Variation, keine Kreativität und die Texte sind himmelschreiend schlecht. Dann schon eher Salsa, obwohl mir im Club ein schöner Reggaeton doch meistens lieber war.
  1. Das sollte man lieber lassen:
Als offensichtliche „Gringos“, Sonntag Nachts durch die wenigen offenen Clubs ziehen, vor allem, wenn man schon etwas neben sich steht. Wer keinen waschechten Bogotano dabei hat, muss unter Umstände doch mal die Flucht vor zwielichtigen Gestalten ergreifen und sollte sich in Acht nehmen.
  1. Welches Abenteuer darf man nicht verpassen?
Als offensichtliche „Gringos“, Sonntag Nachts durch die wenigen offenen Clubs ziehen, vor allem, wenn man schon etwas neben sich steht. Oder so ähnlich.
  1. Dein Lieblingspueblo?
Monguí, ein kleines Dorf in der Nähe von Sogamoso, war glaube ich der schönste Ort, den ich je gesehen habe. Das Dorf liegt mitten in den Bergen und von hier aus sollte man sich die Wanderung in den „Paramo“ auf keinen Fall entgehen lassen. Wer das friedliche, naturverbundene und authentische Kolumbien kennenlernen will, ist hier definitiv richtig.
  1. Arepa ja oder Arepa nein?
Arepa ja, aber nur mit viel Tartara Soße.
  1. Dein ultimativer Kolumbien Tipp, den du noch nicht oben genannt hast?

Ein längerer Aufenthalt im Finca San Pedro Hostel in Sogamoso. Von hier aus kann man nicht nur nach Monguí fahren, sondern auch die unglaubliche Landschaft rund um die Laguna de Tota sind definitiv einen Besuch wert. Außerdem liegt die Stadt nur drei Stunden von Bogotá entfernt und ist somit auch mit wenig Zeit in Kolumbien definitv ein Ziel, das man anpeilen sollte.

Schaut auch beim Tobi auf Facebook vorbei!

Comments (4)
  1. Gerhard Boehn Januar 6, 2017
    • Julian Julian Januar 6, 2017
  2. Marius April 25, 2017
    • Julian Julian Mai 7, 2017

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