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  • als Antwort auf: Leticia – ein Juwel am Rande des Amazonas #2662
    Nicky
    Nicky
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    Leticia – ein Juwel am Rande des Amazonas

    Eine Stadt im Amazonasbecken stellt sich vor

    Leticia ist eine mittelgroße Stadt im südlichen Teil Kolumbiens. Sie ist die Hauptstadt der südlichsten Provinz des Landes, die den Namen Departamento de Amazonas trägt. Rund 41.400 Einwohner leben in der Gemeinde, wobei etwa 26.200 Menschen ihren Wohnsitz im städtischen Teil haben.

    Die Stadt befindet sich im Amazonasbecken am Dreiländereck Kolumbien-Brasilien-Peru, welches von den Einheimischen auch als Tres Fronteras bezeichnet wird. Leticia in Kolumbien und die benachbarte Stadt Tabatinga sind zu einem Ort zusammengewachsen. Tabatinga befindet sich allerdings auf brasilianischem Staatsgebiet.

    Am 25. April 1867 wurde die Stadt unter dem Namen San Antonio gegründet. Damals befand sie sich noch unter peruanischer Verwaltung. Die Namensänderung erfolgte noch im Dezember desselben Jahres. 1922 wurde die Gemeinde im Vertrag von Salomón-Lozano Kolumbien zugesprochen.

    Willkommen im tropischen Regenwald

    In Leticia herrscht ein tropisches Klima mit ganzjährig warmen Temperaturen und zahlreichen Niederschlägen. Wegen der großen Mengen an Regen gibt es in den Tropen keine Einteilung in die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Stattdessen gibt es eine Trocken- und eine Regenzeit. Wärme, Feuchtigkeit, Sonne und Regen sind die charakteristischen Merkmale der klimatischen Bedingungen im tropischen Regenwald. Die Monate Juli bis Oktober sind für einen Aufenthalt in diesem Teil Kolumbiens die optimale Reisezeit.

    Leticia Amazonas kolumbien

    Eine besondere Art von Sightseeing am Äquator

    Leticia ist keine Großstadt, muss sich jedoch trotzdem nicht hinter den südamerikanischen Metropolen verstecken, wenn es um interessante Sehenswürdigkeiten geht.
    Der Hochseilgarten Omagua erfreut sich bei Touristen im Süden Kolumbiens großer Beliebtheit. Dort haben Besucher die Möglichkeit, sich mit dem Stahlseil durch verschiedene Stationen zu bewegen und anschließend in einem Baumhaus die Nacht zu verbringen. Die unterschiedlichen Seilbrücken sind eine tolle Gelegenheit für Urlauber, um sich aktiv zu betätigen.

    Liebhaber von Museen kommen am Amazonas ebenfalls nicht zu kurz. Das Museum Etnografico besteht aus einer Bibliothek und einem Freiluftmuseum. Die Attraktionen dieser Einrichtung sind die bunten Blumen in den Gärten und die spannenden Informationen über die Kulturen der Yucuna, Ticuana und Uitoto, welche die Besucher in der Bibliothek erhalten.
    Bei Sonnenuntergang haben Urlauber die Gelegenheit, in der kleinen kolumbianischen Gemeinde ein besonderes Spektakel zu erleben. Papageien spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Sie fliegen in den Abendstunden über die Stadt. Ihre Flughöhe wird im Laufe der Zeit immer niedriger, bis sie nicht mehr weit von den Köpfen der Menschen entfernt sind. Dann geben sie laute Geräusche von sich, um die Einwohner auf sich aufmerksam zu machen. Dieses Erlebnis sollten sich Urlauber während eines Aufenthaltes in der Gemeinde nicht entgehen lassen.

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    Die Highlights der Amazonas Touren rund um die Gemeinde Leticia

    Die Amazonas Touren genießen einen ausgezeichneten Ruf bei Urlaubern aus allen Kontinenten. Angeboten werden sie in unterschiedlichen Flotels und Lodges, welche die Touristen mit einem vielseitigen Angebot an spektakulären Tagesausflügen locken. Immerhin haben in dieser Region so einige vom Aussterben bedrohte Lebewesen ihren Lebensraum und gehören neben der breiten Artenvielfalt zu den reizvollen Argumenten, die für eine Reise in den Süden Kolumbiens sprechen. Ein Tag im Santander Park ist eine kurzweilige Angelegenheit, weil die Besucher neben der Vielzahl an farbenfrohen Pflanzen täglich um 17:30 Uhr mehrere 1000 einfliegende Papageien zu Gesicht bekommen. Ebenfalls lohnenswert ist in Trip zur Isla de los Micos, die im Volksmund auch Affeninsel genannt wird. Das liegt daran, dass auf der Insel zahlreiche Affen leben. Wenn die Touristen die Affen mit Bananen füttern, sollten sie aufpassen, dass sie nicht zu schmutzig werden. Es ist keine Seltenheit, dass 10 oder noch mehr Tiere auf einen Menschen stürmen und ihn belagern.
    Wer mit dem Kajak oder Kanu über eine Wasserfläche paddeln will, sollte einen Tag im Naturreservat Tanimboca einplanen. Auch Canopy-Fans kommen hier auf ihre Kosten. Ältere und jüngere Menschen genießen die herrliche Aussicht aus den Baumhäusern in vollen Zügen. Der 30 Hektar große ökologische Park Mundo Amazonico zeichnet sich durch eine reiche Vielfalt an Pflanzen und Kleintieren aus. An der Seite eines Guides können Touristen vier unterschiedliche Führungen im Park buchen. Eine Führung dauert im Schnitt etwa drei Stunden.

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    als Antwort auf: Der Amazonas in Kolumbien – Ein Überblick #989
    Nicky
    Nicky
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    Den spektakulären Amazonas in Kolumbien erleben

    Das gigantische Flusssystem Amazonas, bestehend aus dem Amazonasbecken mit Haupt- und Nebenflüssen sowie dem umgebenden tropischen Regenwald und Sumpfgebiet, liegt zu einem kleinen, aber beachtenswerten Teil in Kolumbien. Im Dreiländereck mit Peru und Brasilien liegt der eindrucksvolle Nationalpark Amacayacu, wo der Amazonas entlang der Grenze zwischen Kolumbien und Peru verläuft, um dann weiter nach Brasilien zu fließen. Bootsfahrten auf dem wasserreichsten Fluss der Erde sind ein unvergessliches Erlebnis. Der über 6000 Kilometer lange Amazonas beherbergt zahlreiche Tierarten und an seinen Ufern befinden sich unterschiedliche Ökosysteme. Die hellbraun-lehmige Färbung entsteht durch mineralhaltige Sedimente, darunter auch wichtige Nährstoffe. Die üppige Vegetation ist unter anderem dem sehr feuchten Klima zu verdanken. Entsprechende Kleidung ist daher empfehlenswert. Die Amazonasregion in Kolumbien ist dünn besiedelt und – wie auch in weiten Teilen des gesamten Gebietes – Heimat indigener Völker. Im Besucherzentrum des Nationalparks Amacayacu befinden sich einige Unterkünfte für Besucher. Erreichbar ist der Park per Boot von der Grenzstadt Leticia, wo sich ein Flughafen befindet.

    Die sensationelle Tier- und Pflanzenwelt von Amazonien

    Der legendäre Amazonas und seine Umgebung glänzen mit biologischer Vielfalt. Einzigartig sind die Amazonasdelfine, die als Jungtiere grau und als ausgewachsene Exemplare rosa sind. Zudem haben die markanten Säugetiere eine lange Schnauze mit Borsten. Die Amazonas-Manatis sind etwas schlanker als andere Seekuharten und haben ebenfalls an der Bauchseite eine rosa Zeichnung. Die sagenumwobenen Piranhas sind längst nicht so gefährlich wie oft behauptet oder in Filmen dargestellt wird. Es gibt kaum dokumentierte Zwischenfälle. Die silber glitzernden Raubfische greifen hauptsächlich Fische und Krustentiere an und nur selten verletzte Wirbeltiere – und landen selbst regelmäßig am Teller der Menschen. Es wurde außerdem eine vegane, Algen fressende Art entdeckt. Einer der vielen Vögel der Region ist die Blaustirnamazone – der klassische Papagei, der leider in Europa oft in Gefangenschaft gehalten wird. Zu den Landsäugetieren gehören die entzückenden Faultiere, der pflanzenfressende Tapir und ein großes Nagetier namens Wasserschwein. Viele Affenarten leben im Raum Amazonas – darunter Brüllaffen, Totenkopfäffchen und der schnurrende Caqueta-Springaffe. Wunderschön und putzig zugleich sind die nachtaktiven Baumozelote oder Langschwanzkatzen. Der vom Aussterben bedrohte Riesenotter ist tagaktiv und jagt gemeinschaftlich nach Fischen. Verschiedene Frösche, Schlangen, Flußschildkröten und Kaimane sind Vertreter der lokalen Amphibien. Generell sollten nie Tiere berührt oder in die Enge gedrängt werden. Besondere Vorsicht ist bei einigen giftigen Tieren geboten. Dazu zählen Frösche, Schlangen und Spinnen, die aber alle nicht die Nähe der Menschen suchen. Der prachtvolle Jaguar ist ein großes, aber scheues Raubtier. Gegen Insekten ist nicht zuletzt wegen Stechmücken ausreichender Schutz ratsam. Die Pflanzen präsentieren sich im Amazonasgebiet nicht weniger herausragend. Das Bild um den Amazonas wird unter anderem von Mangroven, Lianenwäldern und Varzea-Überschwemmungsgebiete geprägt. Stark und schön sind die weit verbreiteten Wasserhyazinthen. Im Dschungel wachsen tropische Edelholzbäume, Orchideenarten und Bambus. Erwähnenswert sind auch der gelb blühende Parica-Baum und der wertvolle Paranuss-Baum.

    Die Ureinwohner: Indigene Völker am kolumbianischen Amazonas

    Das indigene Volk der Ticuna oder Magütes verfügt über einige Siedlungen im Amacayacu Nationalpark. Inmitten der faszinierenden Wildnis und dem dichten Urwald liegt Puerto Narino, eine freundliche Ticuna-Stadt mit idyllischem Dorfcharakter, die ungefähr eine Bootsstunde von dem Park entfernt ist und wo Fahrzeuge nicht erlaubt sind. Die Páez, die Guajiro, die Emberá und die Zenú sind weitere Ureinwohnern Kolumbiens. Indigene Volksgruppen haben in Kolumbien verfassungsrechtlich verankerte Rechte. Dennoch ist die Existenz vieler durch die fortschreitende Zerstörung des Regenwaldes bedroht. Bündnisse aller indigenen Völker Südamerikas treten für deren Rechte und damit auch für den tropischen Regenwald ein.

    Cover Foto via: boomsbeat.com

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